| Depression: Was versteht man unter einer Depression? Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sind Empfindungen, die alle Menschen im Laufe ihres Lebens erfahren. Oft sind Verluste, private oder berufliche Enttäuschungen oder Misserfolge so belastend, dass sie alle Lebensbereiche negativ beeinflussen. Doch diese Gefühle gehen in der Regel vorbei, machen neuen Empfindungen Platz und die Stimmung hellt wieder auf. Aus medizinischer Sicht handelt es sich dabei nicht um eine Depression, sondern um eine "normale" Reaktion unserer Psyche auf bestimmte Lebensprobleme. Als Depression im medizinischen Sinne bezeichnet man eine behandlungsbedürftige psychiatrische Erkrankung, die durch eine gedrückte Stimmung, den Verlust von Interesse und Freude und einer erhöhten Ermüdbarkeit geprägt ist. Typisch ist eine "Trauer ohne Grund" oder auch ein "Gefühl der Gefühllosigkeit". Im Gegensatz zu einer "normalen" Traurigkeit ist der an einer Depression Erkrankte nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft von der gedrückten Stimmung zu befreien. Sein privater wie beruflicher Alltag wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Die Depression beeinflusst das gesamte körperliche Empfinden, das Denken, die Gefühle und das Verhalten des Erkrankten sowie die Bezüge zur eigenen Person, zum Umfeld und zu seiner Zukunft. Dies kann dazu führen, dass schwerst depressive Menschen unfähig sind, den eigenen Lebensverpflichtungen nachzukommen, sie schaffen es manchmal kaum, morgens aus dem Bett aufzustehen. An einer Depression zu erkranken bedeutet aber weder "verrückt" zu sein, noch heißt das, dass Betroffene gefährdeter sind, eine andere psychiatrische Erkrankung wie eine Schizophrenie oder eine Demenz zu entwickeln. Der Realitätsbezug und die Orientierung zur eigenen Person bleiben bei der Depression erhalten. Die Depression ist eine Erkrankung der Stimmung und Gefühle, die mit modernen Therapiemethoden gut zu behandeln ist. |
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