Wer wir sind:

Die Selbsthilfegruppe - Eine Alternative für Angstpatienten

Seit dem 28.3.2001 gibt es in Hagen die "Hagener Angstselbsthilfe",
--> Kurzportrait eine Selbsthilfegruppe für Angsterkrankte. Sie kümmert sich um Menschen mit --> generalisierten Ängsten, --> Panikattacken, --> Agoraphobie und --> Sozialphobie. Unsere Selbsthilfegruppe bedeutet für die Mitglieder vorübergehenden oder langfristigen sozialen Rückhalt. Sie schafft den Boden, um Belastungen und Widrigkeiten dieser Angsterkrankungen besser zu tragen und gibt Kraft, das Mögliche zu tun, um die eigene Lage zu verbessern. Die hauptsächliche Arbeit unserer Selbsthilfegruppe liegt im Bereich der Vorbeugung (Vermeidung von Rückfällen und/oder Verhinderung einer zusätzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch Passivität und soziale Isolation.

> Selbsthilfe ist unverzichtbar
Angstpatienten in unserer Selbsthilfegruppe haben viele Vorteile: Der Angsterkrankte kommt aus seiner sozialen Isolation oder Eingeschränktheit seiner Privatsituation heraus, er kann seine Hilflosigkeit und Entfremdung in einer anonymen
--> Gesellschaft überwinden, zu aktiveren Formen des gemeinschaftlichen Lebens gelangen, seine menschlichen Kontakte und Beziehungen verbessern, sinnvolle Ziele erarbeiten und schließlich sein Leben auf einer neuen Grundlage der Solidarität aufbauen.

> Stütze in Zeiten der Krise
Unsere Selbsthilfegruppe dient dem persönlichen Austausch der Mitteilung von Informationen in der Hoffnung, der solidarischen Gegenseitigkeit, der Korrektur emotional belastender Momente, der Stütze in Zeiten der Krise.

> Ziel ist die positive Veränderung der persönlichen Lebensumstände durch

    >> gegenseitige Hilfe und Mutzuspruch,

    >> Aufzurütteln zur "Arbeit an sich selbst";

    >> Einstellungsveränderung zur Krankheit;

    >> Abstinenz in Bezug auf Medikamenten und/oder Alkoholmissbrauch.

Zu unserer Gruppe gehören auch Betroffene, die an den Treffen nicht teilnehmen können, da sie das Haus kaum oder nicht verlassen können. Sie werden einmal wöchentlich von Seiten der anderen Gruppenmitglieder angerufen oder besucht. Ziel ist es, auch diesen Betroffenen eine Unterstützung anzubieten und sie vielleicht auf diesem Weg sogar mal an die Gruppentreffen heran zu führen.

> Handeln, statt behandelt werden
Es hilft tatsächlich sehr, sich mit anderen, ebenfalls Betroffenen, auszutauschen. Endlich reden zu können, verstanden und angenommen zu werden von denen, die aus ihrer eigenen Betroffenheit vieles besser verstehen als die "gesunden". So mancher Tipp, so mancher Hinweis, so manche Erfahrung der anderen erweist sich als wertvoll, hilft weiter. Es tut allein schon gut, sich auf die eigene Kraft zu besinnen, die eigenen Möglichkeiten und Kompetenzen zu entdecken, zu handeln, statt immer nur behandelt zu werden. Es ist überdies unbestritten, dass durch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe das Ziel der dauerhaften Stabilisierung entscheidend positiv beeinflusst wird. Für die persönliche Entwicklung eines Angstpatienten kann dies deshalb nicht hoch genug geschätzt werden.

>
--> Aktive Angstbewältigung
Angst zulassen und trotzdem handeln ("Desensibilisierung" oder "Reizkonfrontation"). Wir unterstützen uns gegenseitig im Angsttraining, um konsequent unsere Ängste durch stetiges Üben zu verringern. Wichtig hierbei: Geduld bewahren! Es braucht seine Zeit, angstfreies Verhalten wieder zu erlernen. Aber wichtig ist zu wissen: es funktioniert! Auch körperliche Betätigung ( Joggen, Walking etc.) und Entspannungstechniken (z.B. progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Atemübungen) helfen uns, die Schwelle zur Panik nicht mehr zu erreichen.

> Sinnvolles Engagement
Die
--> Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe bedeutet auch eine teilweise Entlastung der Familie der Betroffenen, weil viele Gespräche in der Gruppe statt nur in der Familie stattfinden. Wer gelernt hat, in der Gruppe seine eigenen Bedürfnisse zu formulieren, ernst zu nehmen und durchzusetzen, kann dies auch in der Gesellschaft. Wer Eigenverantwortung gelernt hat, wird aber auch bereit sein, das Gegenüber als Mensch mit Fähigkeiten und Grenzen zu akzeptieren.

Für viele Mitglieder ist es genauso wichtig, andere zu unterstützen und zum Gelingen der Gruppe beizutragen, wie selbst Hilfe zu erhalten. In diesem Sinne gibt unsere Selbsthilfegruppe den Rahmen nicht nur für Hilfe, sondern auch für ein sehr gezieltes und sinnvolles Engagement.

Alle diejenigen, die sich bisher noch nicht dazu durchringen konnten, es mal mit einer Selbsthilfegruppe zu versuchen, wollen wir ermutigen, diesen Schritt zu wagen. Wie auch immer Ihre Angstprobleme aussehen, sie werden erkennen, dass keine Situation zu schwierig istt, um nicht durch Ihr eigenes Selbsthilfepotenzial verbessert werden zu können. Noch ein Tipp: Brechen Sie nicht gleich nach dem ersten Gruppenbesuch den Kontakt ab. Spätestens beim 3. oder 4. Gruppenbesuch sind wir Ihnen vertraut und Sie fühlen sich wohl.



Wenn Sie neugierig auf uns geworden sind und einen Neuanfang wagen wollen, besuchen Sie uns beim nächsten Gruppentreffen zum gegenseitigem Kennenlernen. Hier können Sie alle Ihre Fragen stellen und Ihre zukünftige Gruppe erleben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


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